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Warum eine Teilspeicherheizung keinen Nachtspeicherofen ersetzen kann

Eine Teilspeicherheizung und ein klassischer Nachtspeicherofen verfolgen unterschiedliche technische Konzepte und erfüllen daher nicht dieselbe Funktion im Energiesystem.

Nachtspeicheröfen

Nachtspeicheröfen wurden ursprünglich entwickelt, um große Mengen elektrischer Energie genau dann aufzunehmen, wenn im Stromnetz ein Überangebot vorhanden ist. Dadurch konnten Energieversorger günstige Sonderstromtarife anbieten, da die Wärmeerzeugung in Zeiten niedriger Netzlast und hoher Stromverfügbarkeit erfolgte. Die Geräte verfügen über einen großen Speicherkern, der diese Energie über viele Stunden oder sogar einen ganzen Tag als Wärme bereitstellen kann.

Teilspeicherheizung

Eine Teilspeicherheizung hingegen besitzt nur eine vergleichsweise geringe Speicherkapazität. Sie kann deshalb nur einen kleinen Teil ihres Wärmebedarfs zwischenspeichern und muss einen erheblichen Anteil der benötigten Wärme genau in dem Moment erzeugen, in dem sie gebraucht wird.

Gerade im Winterhalbjahr entsteht dadurch ein entscheidender Nachteil. Wenn die Menschen am späten Nachmittag und Abend nach Hause kommen, steigt der Strombedarf durch Beleuchtung, Kochen und Heizen stark an. Gleichzeitig sinkt das Stromangebot aus Photovoltaikanlagen bereits deutlich ab oder geht gegen null. In diesen Stunden treffen hohe Nachfrage und begrenztes Angebot aufeinander. Dies führt regelmäßig zu höheren Strompreisen an den Energiemärkten.

Kunden mit Teilspeicherheizungen oder Direktheizsystemen wie Infrarotheizungen sind auf diesen Strom zu genau diesen Zeiten angewiesen und müssen die Wärme dann erzeugen, wenn der Strom besonders wertvoll und teuer ist. Nachtspeicheröfen mit großer Speichermasse können dagegen einen Großteil ihres Energiebedarfs bereits in Zeiten niedriger Netzbelastung und hoher Stromverfügbarkeit decken. Die gespeicherte Wärme steht anschließend unabhängig von der aktuellen Strommarktsituation zur Verfügung.

Dadurch wird der Wärmebedarf zeitlich vom Strombedarf entkoppelt. Während Teilspeicherheizungen und Direktheizungen den Strom genau dann benötigen, wenn auch Millionen andere Verbraucher Strom benötigen, können Speicherheizungen Energie aufnehmen, wenn diese im Netz reichlich vorhanden ist, und die Wärme erst viele Stunden später bereitstellen.

Moderne Nachtspeicheröfen sind heute intelligente Energiespeicher

Wer bei Nachtspeicheröfen noch an die Technik der 1970er- oder 1980er-Jahre denkt, übersieht die enorme technische Entwicklung der letzten Jahre. Moderne Speicherheizungen sind längst keine einfachen Stromheizungen mehr, sondern intelligente Wärmespeicher, die aktiv zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen können.

Ein besonders gutes Beispiel hierfür ist die SmartTherm-Geräteserie von Green Heating. Diese Speicherheizungen verbinden die bewährte Fähigkeit großer Wärmespeicher mit modernster Digitaltechnik und intelligenter Steuerung. Die Geräte sind internetfähig und beziehen ortsgenaue Wetterdaten sowie weitere Einflussfaktoren in die Beladungsstrategie ein. Durch die KI-gestützte Optimierung der Beladung jeder einzelnen Heizung wird die gespeicherte Wärmemenge laufend an den tatsächlichen Bedarf angepasst. In der Praxis konnten dadurch bereits Energieeinsparungen von bis zu 50 % gegenüber herkömmlich betriebenen Speicherheizungen erreicht werden.

Die Technologie hat sich bereits in der Praxis bewährt: In den vergangenen drei Jahren wurden über 4.000 SmartTherm-Speicherheizungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz installiert. Die Anlagen liefern wertvolle Erkenntnisse für die kontinuierliche Weiterentwicklung der intelligenten Beladungsalgorithmen und zeigen, dass moderne Speicherheizungen einen wichtigen Beitrag zur effizienten Nutzung elektrischer Energie leisten können.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass keine klassische Aufladesteuerung oder zusätzliche Steuerleitungen mehr erforderlich sind. Die Geräte arbeiten eigenständig und sind bereits heute für die Nutzung dynamischer Stromtarife sowie für die optimale Verwendung eigener Photovoltaik-Erträge geeignet. Dadurch können Zeiten niedriger Strompreise oder hoher Eigenerzeugung gezielt genutzt werden, um Wärme kostengünstig zu speichern.

Grünes Comicbild mit vier Häusern und Windkraftanlagen im Hintergrund

Gerade im zukünftigen Energiesystem mit einem hohen Anteil an Wind- und Solarstrom gewinnen große thermische Speicher zunehmend an Bedeutung. Während Teilspeicherheizungen oder Infrarotheizungen Wärme genau dann erzeugen müssen, wenn sie benötigt wird, kann eine SmartTherm-Speicherheizung überschüssige Energie aus Zeiten hoher Stromerzeugung aufnehmen und über viele Stunden als Wärme bereitstellen. Dadurch wird der Wärmebedarf zeitlich vom Strombedarf entkoppelt.

Das entspricht genau den Anforderungen der Energiewende: Strom dann verbrauchen, wenn er im Überfluss vorhanden ist, und die gespeicherte Energie dann nutzen, wenn die Nachfrage hoch und die Erzeugung gering ist. Moderne Speicherheizungen wie SmartTherm sind deshalb nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung für ein erneuerbares und flexibles Energiesystem.

Auf einen Blick

Zusammengefasst kann eine Teilspeicherheizung einen klassischen Nachtspeicherofen nicht ersetzen, weil ihr die entscheidende Eigenschaft fehlt: die Fähigkeit, große Energiemengen über viele Stunden oder sogar einen ganzen Tag zu speichern. Moderne Systeme wie SmartTherm entwickeln dieses Prinzip konsequent weiter und machen aus dem Nachtspeicherofen einen intelligenten Wärmespeicher, der Stromüberschüsse nutzt, Netze entlastet und den Anforderungen eines zunehmend erneuerbaren Strommarktes gerecht wird.

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